Jesendorf

siehe Buch "Kröning - Leben im Landshuter Raum" von Prof. Dr. Hermann Englberger

Das Dorf   Vereine und Feste   "Hafnerstadt"

 

Das Dorf

Die Kreisstraße LA 3 führt uns auf 498 m Höhe direkt durch den zweitgrößten Ort in Kröning. Bis 1971 bildete Jesendorf mit den umliegenden Außenbereichen sogar eine eigene Gemeinde. Das Dorf zählt heute 260 Einwohner (1985 waren es erst 220). In den letzten Jahren ist am Nordrand ein überschaubares Siedlungsgebiet gewachsen, dort steht auch ein kleiner Sportplatz zur Verfügung. In Jesendorf tagt außerdem der Gemeinderat Kröning monatlich im Sitzungssaal der Gemeinde. 14 Straßen und Wege führen durch das Straßendorf: „Amselweg“, „An der Kirche“, „Dorfstr.“, „Drosselweg“, „Ederanger“, „Finkenweg“, „Hafnerweg“, „Kirchbergerstr.“, „Lerchenweg“, „Schwalbenweg“, „Töpferweg“, „Wagnerweg“, „Wieselsbergerweg“ und „Ziegeleistr“.

An der Kirche 3 steht abseits die katholische  Kirche St. Ursula, ein spätgotischer Bau von etwa 1480, der im Jahr 1726 barock ausgebaut wurde. Diese Filialkirche gehört zur Pfarrei Kirchberg, sie feiert jeden Dienstag um 19 Uhr Gottesdienst und am 21. Oktober ihr Patronat.

Vereine und Feste

Neben der Kirche ist im Dorf gleich das Gasthaus von Johann Winterstetter zu erreichen. Fünf rührige Vereine gibt es mittlerweile in Jesendorf:

                                                       Gründung       Vorstand (2007)
Freiwillige Feuerwehr Jesendorf            1888            Johann Staudinger
Gartenbauverein Jesendorf                    1953            
Reservistenverein Jesendorf                  1978            
VDK Kirchberg-Jesendorf                                          Peter Winterstetter
Real Jesendorf                                      2005

Diese Vereine sorgen im Laufe des Jahres für einige gesellige Feste zur Gaudi und zu Gunsten der Dorfgemeinschaft:

Januar:            Christbaumversteigerung FFW Jesendorf
Februar:           Fasching FFW Jesendorf
Mai:                 Maibaum Gartenbauverein Jesendorf
Juni:                Sonnwendfeuer Reservisten Jesendorf
                       Dorffest FFW Jesendorf
Juli:                 Fußball-Gauditurnier Real Jesendorf
Oktober:          Weinfest Gartenbauverein Jesendorf
November:       Wattturnier Reservisten Jesendorf
Dezember:       Christbaumversteigerung Gartenbauverein Jesendorf

"Hafnerstadt"

Was ist von der sogenannten einstigen „Hafnerstadt“ noch zu sehen? Nur an der Dorfstr.37 ist das Wohnstallhaus eines Dreiseithofes erhalten, mit Obergeschoß als Blockbau und Schrot von ca. 1800 sowie Malereien von 1864. Das stolze Hafneranwesen beim „Zuckerbacher“ wurde 1946 abgebrochen. Am südlichen Dorfrand sind noch eine Ziegelei-Werkruine samt Schornstein aus Backstein sowie Dowerweiher zu finden („Dower“ heißt hier der Ton). Auch alte Hofnamen sind mehr oder weniger üblich, wie etwa beim Eder (Dorfstr. 31), Kaindl, Hauser, Lipp, Spanner, Schickerbauer oder Zuckerbacher.

Westlich von Jesendorf neben der Einöde Scheuereck können wir beobachten, wie Kies abgebaut wird. Im nahen Wieselsberg sind noch die Hofnamen „Veid“ und „Schusterbauer“ geläufig. Östlich von Jesendorf erstaunt kurz nach dem Ortsteil Hacken am Waldrand ein besonderes Marterl mit der Inschrift: „Unweit von Wippstetten wurden 1814 zwei Näherinnen von Wölfen zerrissen.“ Und südwärts erreichen wir vorbei am Bauernhof Eck den Wallfahrtsort Wippstetten.

Weitere Bilder und Texte im Buch "Kröning - Leben im Landshuter Raum" 

^    >     © englberger kröning 2007